Kriegsvorbereitungen gegen Libyen begannen schon VOR Beginn der Unruhen

Nach dem Bericht, wonach bereits v o r Beginn der Auseinandersetzungen in Libyen dänische Kampfjets für den Einsatz in Libyen geübt haben sollen , stellen sich inzwischen weitere Fragen ähnlicher Art:

 

1.) wieso liefen bereits am 15. Februar – also zwei Tage v o r Beginn der Unruhen in Libyen – drei deutsche Kriegsschiffe (2 Fregatten, 1 Einsatzgruppen-Versorgungsschiff) zu einer „Übung“ in „Richtung Mittelmeer“ aus?

 

Es handelte sich dabei um die gleichen Schiffe, zu denen das Bundesverteidigungsministerium am 24.3. erklärte:

> Zur Rettung deutscher Staatsbürger aus Libyen sind drei deutsche Marineschiffe auf dem Weg zur libyschen Küste. Es handele sich um die Fregatten „Brandenburg“ und „Rheinland-Pfalz“ sowie den Einsatzgruppenversorger „Berlin“, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums.

 

(siehe: http://www.marine.de/portal/a/marine/kcxml/04_Sj9SPykssy0xPLMnMz0vM0Y_QjzKLNzKO9zYLBclB2SH6kXBRX4_83FT9oJRUfW_9AP2C3IhyR0dFRQA6XJEt/delta/base64xml/L2dJQSEvUUt3QS80SVVFLzZfMjNfUVIx?yw_contentURL=%2F01DB070000000001%2FW28EBCWT965INFODE%2Fcontent.jsp)

 

und

http://www.focus.de/politik/ausland/unruhen-marineschiffe-auf-dem-weg-zur-kueste-libyens_aid_603228.html

sowie

http://www.radio-utopie.de/2011/03/04/deutsche-kriegsschiffe-vor-libyen-staatsparteien-militar-und-informationsindustrie-decken-vorbereitung-zum-angriffskrieg)

 

2.) wieso beschlossen bereits im November 2010 Frankreich und Großbritannien ein gemeinsames Manöver unter dem Namen „Southern Mistral“ („Südlicher Mistral“ – ein Name, der an ein ähnliches Manöver namens „Desert Storm“ – den Angriff auf den Irak 1991 – erinnert; laut einer Meldung aus Frankreich soll denn auch die erste Etappe von „Southern Mistral“ „Desert Storm“ heißen) ?

 

(s.: http://www.southern-mistral.cdaoa.fr/GB/index.php?option=com_content&view=article&id=54&Itemid=67

und: http://www.france-irak-actualite.com/article-libye-une-guerre-en-preparation-depuis-novembre-2010-69692632.html)

 

In diesem Manöver wurden u.a. die gleichen Flugzeugtypen – Mirage 2000D, N und C, Tornados GR4 und Rafale – eingesetzt wie bei den jetzigen Luftangriffen auf Libyen

(vergleiche dazu http://www.southern-mistral.cdaoa.fr/GB/index.php?option=com_content&view=article&id=38&Itemid=104 mit http://www.tagesspiegel.de/politik/frankreich-setzt-luftangriffe-fort/3968972.html) und mit http://www.arrse.co.uk/current-affairs-news-analysis/159564-franco-british-air-exercise-southern-mistral-2011-a.html)

 

Als „Szenario“ des Manövers wird offiziell Folgendes genannt:

 

In einem „imaginären Land“ namens „Southland“, also „Südland“, soll eine „Diktatur“ bekämpft werden, die „verantwortlich für einen Angriff auf Frankreichs nationale Interessen“ ist. „Frankreich trifft die Entscheidung, seine Entschlossenheit gegenüber SOUTHLAND (unter der Resolution Nr. 3003 des UNO-Sicherheitsrats) zu zeigen“, heißt es wörtlich in diesem offiziellen Szenario (siehe:http://www.southern-mistral.cdaoa.fr/GB/index.php?option=com_content&view=article&id=56&Itemid=103)

 

Als Zeitraum wurde 2010 der 21.-25. März 2011 genannt (siehe:http://www.southern-mistral.cdaoa.fr/GB/index.php?option=com_content&view=article&id=54&Itemid=67). Tatsächlich begann das Manöver aber schon am 15.3.2011; die französische Luftwaffe beglückwünscht sich (auf ihrer Homepage) dabei selbst, statt der sonst übliche 6 Monate nur 3 Monate für die Vorbereitung benötigt zu haben (s. http://www.defense.gouv.fr/air/actus-air/demarrage-de-l-exercice-franco-britannique-southern-mistral/%28language%29/fre-FR)

Laut offizieller Meldung von heute wurde die Übung inzwischen „suspendiert“ (s. http://www.southern-mistral.cdaoa.fr/GB) – es ist zu vermuten, dass sie in Wirklichkeit in den Ernstfall übergegangen ist.

 

3.) Am Abend des 18. März – also wenige Stunden vor Beginn der Angriffe auf Libyen – landeten zwei Bundeswehr-Transall-Maschinen sowie zwei britische Royal-Airforce-Maschinen ohne Erlaubnis in der libyschen Wüste, um britische und deutsche Staatsbürger auszufliegen. An Bord: hochspezialisierte Fallschirmjäger des Fallschirmjägerbataillon 373 aus Seedorf in Wüstenuniformen („Operation Pegasus“, siehe: http://www.youtube.com/watch?v=tHBfhmA74Ok , http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,748020,00.html , http://www.nordsee-zeitung.de/Home/Nachrichten/Startseite/Retter-in-geheimer-Wuesten-Mission-_arid,522647_regid,1._puid,1_pageid,52.html ).

 

Dieses Fallschirmjägerbataillon hatte schon etliche Wochen zuvor den „Kampf gegen Aufständische sowie die militärische Evakuierung deutscher Staatsbürger aus Krisengebieten“ geübt; dies berichtet u.a. die „Bremervörder Zeitung“ in einem Artikel vom 21.2.2011 (http://www.brv-zeitung.de/Home/lokales/lokale-nachrichten_artikel,-Soldaten-ueben-Evakuierung-_arid,517680.html )

 

Schon am 18.2. (!!), also gerade mal zwei Tage nach Beginn der Unruhen in Libyen, stellte die Bundeswehr ein Video zu den Übungen dieser Fallschirmjägereinheit bei Youtube ein (s. http://www.youtube.com/watch?v=uHUKWhLRjww ). Am Ende dieses Videos heißt es wortwörtlich:

 

Es fällt schwer, bei allen diesen Ereignissen an reine Zufälle zu glauben.

 

http://www.marine.de/portal/a/marine/kcxml/04_Sj9SPykssy0xPLMnMz0vM0Y_QjzKLNzKO9zYLBclB2SH6kXBRX4_83FT9oJRUfW_9AP2C3IhyR0dFRQA6XJEt/delta/base64xml/L2dJQSEvUUt3QS80SVVFLzZfMjNfUVIx?yw_contentURL=%2F01DB070000000001%2FW28EBCWT965INFODE%2Fcontent.jsp

2 thoughts on “Kriegsvorbereitungen gegen Libyen begannen schon VOR Beginn der Unruhen

  1. Libyen ist jetzt sicherlich kein Günsling des Westens. Ghaddafi hat auf Entspannung gesetzt und das Ergebnis sehen wir jetzt. Kurz vor Beginn hat sich Libyen wieder von den USA und der EU abgewandt und Rußland und China zugewandt. Sicherlich hat Ghaddafi vieles falsch gemacht. Das sit aber keien Grund eine orangene Revolution und einen aufstand von CIA/MI& zu unterstützen und Libyen dei Solidarität zu verweigern

    Interssanter Vortrag zum Thema Libyen😉

  2. was man beim besten willen nicht ausser acht lassen sollte ist, dass es da unten nicht erst seit gestern knallt. tunesien, ägypten, libyen sind alles günstlinge des westens. eigtl trifft das doch auf soziemlich jeden staat dort zu. dort liegen mrd an kapital, wichtige geschäftskunden für waffendeals aller art, teilweise cia- und militärische anlagen. die despoten erfüllten auch nicht unwichtige regulierungsfunktionen für die westmächte bez stabilität (um jeden preis), flüchtlinge nach europa, etc.

    da wunderts mich beim besten willen nicht, dass sie schon bei ersten anzeichen für den fall was wäre wenn planen. wenn denen das richtig ausser kontrolle gerät, haben wir ganz andere probleme, als 1-2 bailouts für griechenland und co. abgesehen davon dass auch kaum wer dran interessiert wär die gegenden um israel herum weiter zu destabilisieren.

    eben weil es in der ganzen region da dominoartig brodelt, wunderts mich ehrlich gesagt auch nicht, dass auch auf un ebene schon länger im raum stand übungen durchzuführen und die truppen kampfbereit zu machen. das ziel nahost war jetzt auch keine prophetische meisterleistung. da knallts seit über nem viertel jahr nun. bei bedarf eu bürger retten zu müssen, das kann da ja durchaus mal vorkommen. auch durch deutschen truppen. auch wenn merkel sich nun als isolationsmutti hervortut, so haben wir doch einen sitz im weltsicherheitsrat, um den wir auch lang genug gebettelt haben. im übrigen ist deutschland drittgrösster waffenexporteur weltweit, somit dicker exporteur von überwachungsequipment und bei der schulung fremder geheimdienste und schlägertrupps. was genau hätten wir, die amis, die russen und die ganzen anderen profiteure davon, wenn sie diese länder, despoten, sicheren einkommensquellen und geschäftsbeziehungen wegfegen? auch kann niemand einschätzen, wie dort in einem jahr mit dem öl verfahren wird.

    ich widerlege hier sicher nicht alles, war auch nicht meine absicht. ich denk aber es macht rein logisch nicht wirklich sinn und evtl stimmen ja einige quellen von dir auch nicht. mein französisch ist leider etwas eingerostet.😉

    ciao

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